News

Luftfahrt dringt weiter auf Aus für Ticketsteuer

dpa, 24.04.2013

Berlin (dpa) - Die deutsche Luftfahrtbranche dringt angesichts eingetrübter Konjunkturaussichten weiter auf eine Abschaffung der umstrittenen Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen. Trotz mehrfacher Ablehnung durch das Bundesfinanzministerium sei man damit nicht in einer Sackgasse, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, am Mittwoch in Berlin. In Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl dürfte die 2011 im nationalen Alleingang zur Etatsanierung eingeführte Belastung von rund einer Milliarde Euro im Jahr zur Sprache kommen.

Bei den Geschäftsaussichten für dieses Jahr hätten die deutschen Fluggesellschaften «tiefe Sorgenfalten», sagte Siegloch. Die Zahl der Starts und Landungen in Deutschland im aktuellen Sommerflugplan liege um 3,2 Prozent unter Vorjahresniveau. In den ersten Monaten des Jahres sei die Passagierzahl vor allem bei innerdeutschen Flügen gesunken. Während Regierungen in anderen Weltregionen die Luftfahrt als Wachstumsmotor förderten, gebe es in Deutschland und Europa mehr Lasten und Regulierungen, etwa auch bei Nachtflügen.

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, hob die Bedeutung der Luftfahrt als Drehscheibe auch für die wichtige deutsche Exportwirtschaft hervor.


zurück zur Übersicht

Artikel 86 von 148